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Scala & Kolacny Brothers: Presse

 

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27.12.2005 MOPO

Dieser Jugendchor rockt

 

Von SVEN NIECHZIOL

  Scala aus Belgien covert Ärzte bis Kraftwerk - und stürmt die Charts

Deutsche Radiosender genießen nicht gerade den Ruf, ein mutiges Programm zu senden. Statt innovativer Konzepte nur Einheitsbrei und Mainstream-Hits. Der belgische Jugendchor Scala wäre daran beinahe gescheitert. Denn die Idee, Songs von Lou Reed, U2, Nine Inch Nails oder Nirvana vielköpfig und stimmgewaltig zu Klavierbegleitung zu singen, rief nur bei wenigen Programmmachern Begeisterung hervor. Einzig "Radio Fritz" (Berlin) und "Eins Live" (NRW) spielten die Ärzte-Coverversion "Schrei nach Liebe". Daraufhin brachten begeisterte Hörer die Sender-Hotlines zum Glühen - und traten eine Welle los.

150000 CDs haben die von Steven & Stijn Kolacny betreuten Sänger aus Aarschot alleine in Deutschland verkauft, ihr Album "Dream On" stürmte die Charts. Mit "Grenzenlos" steht nun das vierte Scala-Werk in den Läden. Darauf fügen die im Schnitt 19-Jährigen zusammen, was nicht zusammengehört. Rammstein, Kraftwerk, Die Toten Hosen, Rio Reiser, Wir sind Helden oder Blumfeld stehen in einer ungewohnten Eintracht nebeneinander. Sportfreunde Stiller haben die Scala-Version von "Ein Kompliment" als Intro auf Festivals gespielt, Mieze von Mia hat nicht nur im Clip zu "Hungriges Herz" mitgemacht, sie tritt auch als Gastsängerin bei Scala auf.

Ungewohnte Eintracht auch im Publikum: Bei den Konzerten stehen Siebenjährige neben 70-Jährigen, Punk-Fans neben Pop-Liebhabern. Eben irgendwie grenzenlos.

Text: Sven Niechziol • MOPO vom 27. Dezember 2005, Seite 22

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