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Fotoclub VHS Werdohl
Der
belgische Mädchen "Scala" -hier bei einem Auftritt in der
Balver-Höhle erobert das Publikum mit Arrangements von
Pophits. Im Oktober erscheint eine CD mit deutschen Titeln
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Balve. Sie
sind lässig, sie sind sympathisch, bodenständig, und sie
haben Erfolg. 2004 gelang dem belgischen Mädchenchor „Scala
& Kolacny Brothers“ mit ihren Coverversionen von „Engel“ und
„Schrei nach Liebe“ die erste Platzierung in den deutschen
Charts. „Schrei nach Liebe“ kletterte Ende 2004 sogar bis
auf Platz 52, und kaum eine Radistation spielte nicht das
flotte Chorarrangement des deutschen Klassikers. Im Oktober
erscheint die neue, deutschsprachige CD mit dem Titel
„Grenzenlos“. Bei der Deutschland-Premiere gestatteten die
Leiter und Gründer Steven und Stijn Kolacny unserer Zeitung
einen Blick hinter die Kulissen des belgischen
Musikexportes.
Vor neun
Jahren gründeten Steven und stijn „Scala“, traten als rein
klassischer Chor auf, gewannen eine ganze Reihe von
Wettbewerben. Vor drei Jahren stellten Steven und Stijn das
Programm um, traten erstmals mit scala-typischen
Coverversionen bekannter Pophits auf.
„Mein
Herz hat trotz klassischer Pianisten-Ausbildung und
Musikstudium |
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immer
schon für Rock und Pop geschlagen“, erzählt der 36jährige
Steven. „Wir durften als Kinder nur
Klassik hören, sind schon früh als Pianisten-Duo
aufgetreten. Irgendwann brauchte ich eine andere
Musikrichtung, in der ich arbeiten kann. Ich höre seit dem
privat keine Klassik mehr“, ist Steven sieben Jahre jüngere
Bruder Stijn froh, mit Scala neue Wege gegangen zu sein.
Was auf der
Bühne so locker und unkompliziert rüberkommt, basiert auf
guter Ausbildung, Disziplin und Teamgeist. „Alle Mädchen,
die bei uns singen möchten, müssen Chorerfahrung haben,
müssen diszipliniert sein und Gemeinschaftssinn mitbringen.
Unsere Probenarbeit ist dabei sehr klassisch orientiert“,
berichtet Dirigent Stijn. „Wir haben alle sehr viel Spaß
dabei, und man mag es kaum glauben, aber es gibt wirklich
kaum Ärger mit oder zwischen den Mädchen. Sie sind sehr
konzentriert auf der Bühne, können aber auch bis in die
Morgenstunden feiern. Das sind richtige Partytiere. Und sie
halten zusammen wie Pech und Schwefel. Wehe, einer sagt
etwas gegen Scala“, kennt Steven seine Schützlinge nur zu
gut.
Lieder in
deutscher Sprache einzustudieren, ist eine besondere
Herausforderung für Scala. „Wir bekommen Hilfe bei der
Aussprache, aber es ist schon schwer für uns. Die Mädchen
bekommen das Original auf CD und eine Übersetzung, um zu
üben“, berichtet Stijn, der seit zwei Wochen jeden Tag eine
halbe Stunde Deutsch lernt, und versucht „Flaschenöffner“ zu
sagen. Die neue CD umfasst nur deutsche Lieder, und da war
die Wahl schwer. „Wir aus einer riesigen Menge wirklich
toller deutscher Musik ausgewählt. Und es gibt auch Lieder,
die wir nicht umsetzen konnten, wie zum Beispiel der `Tag am
Meer´ von den Fantastischen Vier.
Die ganz
andere Interpretation von Popsongs erscheint den Scala-Fans
als eine neue Facette der Lieder. Melodie und Text kommen
noch mal neu ins Rampenlicht, und das begeistert sogar die
Interpreten der Original-Stücke.
Text: Diana M. Levermann • Westfalenpost
vom 26. August 2005 |