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12.08.2004 RBB Online:

Chor mit Rammstein und Ravel im Repertoire: Scala & the Kolacny
Brothers
Scala, das sind 40 Mädchen aus Belgien. Die Teenager sind zwischen
14 und 17 Jahre alt und teilen eine große Leidenschaft: die Musik.
1996 wurde der Chor von Steven und Stijn Kolacny gegründet. Die
beiden Brüder spielen seit frühester Kindheit vierhändig Klavier und
sind eigentlich in der Klassik zuhause.
Ihre CD - Veröffentlichungen hießen bis dato "The Hungarian Dances
of Johannes Brahms" oder "Antonin Dvorak (From the Bohemian Woods)".
Das klingt vornehmlich nach schwerer Kost. Doch die beiden Brüder
sind inzwischen geschickte Wanderer zwischen Klassik und Pop.
Ihre Arbeit mit dem Chor Scala begann Mitte der 90er. Schon bald
avancierten Scala in Belgien, Frankreich, Kanada und sogar Japan zu
einer anerkannten und preisgekrönten Musikgruppe für Liebhaber
choraler Musikgenüsse.
Ein klassischer Chor und eine rockige Idee
Scala & the Kolacny Brothers haben aber auch eine Vorliebe für Rock
und Popmusik. Bei Proben zu Konzerten wurde gerne auch einmal "Every
breath you take" von Police oder "Smells like teen spirit" von
Nirvana geschmettert. Das wäre wahrscheinlich auch heute noch so,
wenn nicht eines Tages ein Musikmanager der belgischen Plattenfirma
P.I.A.S zufällig im Saal gestanden hätte.
"Das müsst ihr auch bei euren Shows machen, das ist sensationell",
soll er gefordert haben. Der Chor war schnell überzeugt. Endlich
konnten sich die preisgekrönten Sängerinnen – Chor des Jahres in
Belgien 1999, Gewinner des 48. und 50. Europäischen Jugend Musik
Festival – an etwas Neues wagen.
Mit der ersten Albumveröffentlichung 2000 „Scala on the rocks“ wurde
ein atmosphärisches und erfolgreiches Album veröffentlicht.
"Somebody" im Original von Depeche Mode oder das poppige "Someone
new" von der schwedischen Band Escobar featuring Heather Nova sind
Songs, die schon in ihrer ursprünglichen Version Gänsehaut
verursachen. Diese Hits, gesungen von einem 40 stimmigen Mädchenchor,
untermalt von einem Klavier, ergeben die perfekte Reduzierung auf
das wesentliche: Melodie und Gesang.
Wie Fritz Scala entdeckt hat
Als die neuste CD "Scala – dream on" auf dem Tisch von Fritz
Musikredaktuer Frank Menzel landete und die Cover-Version von
"Engel" der Berliner Band Rammstein im Player lag, war klar: diese
Musik muss im Radio laufen. Die Resonanz der Hörerschaft war groß:
Wer ist das? Wo kommen die her? Selten gab es so starke Reaktionen
auf einen neuen Titel.
Die logische Konsequenz war, den Chor nach Berlin zu holen und ein
Konzert zu organisieren. Es ist eine Sache eine Band einzuladen,
aber ein ganzer Chor - 40 Teenager, zwei Chorleiter und das
technische Personal? Es hat funktioniert. Fritz präsentiert Scala am
13. August im Fritz Radiokonzert live aus dem Großen Sendesaal des
rbb. Ganz in der Tradition der Fritz Radiokonzerte, gibt es keine
Karten zu kaufen, sondern nur zu gewinnen.
Thorsten Dombrowski und Sabine Priess
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online.de/_/themen/index_jsp.html+scala++on++the++rocks++pias&hl=de&lr=lang_de

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