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Scala & Kolacny Brothers
“One-Winged Angel“
„Dürfen
die das eigentlich?“, fragten sich viele, als vor einigen
Jahren ein bis dato unbekannter Mädchenchor aus dem
belgischen Aarschot den Song „Engel“ der Berliner
Brachialrocker Rammstein intonierte. Das Ergebnis klang
geheimnisvoller, tiefer und beklemmender als das Original,
und es machte Scala & Kolacny Brothers unter
Musikliebhabern über Nacht zum kontrovers diskutierten
Thema. Als Scala & Kolacny Brothers dann noch mit
Interpretationen des Ärzte-Songs „Schrei nach Liebe“ und der
Grunge-Hymne „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana Erfolge
feierten, war die Sensation perfekt: Scala & Kolacny
Brothers hatten ein neues musikalisches Genre
geschaffen, das gleichzeitig niemand außer ihnen selbst
beherrschte.
Weitab
vom Konzept eines Chors, der einfach nur bekannte
zeitgenössische Songs covert, spielen Scala & Kolacny
Brothers in einer eigenen Liga: Wenn die etwa 60 jungen
Frauen zwischen 16 und 28 Jahren Songs wie Marilyn Manson’s
„The Beautiful People“ oder Placebo’s „The Bitter End“
interpretieren, dann erklingt in jedem dieser Songs eine
neue Dimension. So entwickeln sich aus dem engelsgleichen,
stimmgewaltigen Gesang des Ensembles in Verbindung mit der
Melodie und Aussage moderner Pop- und Rocksongs verblüffende
Kontraste: das kann noch wütender und verletzlicher klingen
als das Original oder so tieftraurig, dass es einen
erschauern lässt.
Für
Steven Kolacny, der Scala gemeinsam mit seinem Bruder Stijn
1996 gegründet hat und für die Arrangements und die zumeist
schlicht gehaltene Klavierbegleitung verantwortlich ist,
liegt in der richtigen Songauswahl eines der
Erfolgsgeheimnisse von Scala & Kolacny Brothers: „Es
ist enorm wichtig, Musik zu finden, die zu Scala passt. Es
muss ein Song sein, der mit der Umsetzung durch Scala einen
weiteren musikalischen Sinn bekommt. Bei uns wird es
außerdem immer eine Verbindung zur Alternative- und Popmusik
geben, weil das die Musik ist, die wir und die Scala-Mädchen
privat am liebsten hören.“
Das war
allerdings nicht immer so, denn angefangen haben Scala &
Kolacny Brothers als Mädchenchor mit klassischem
Repertoire. Ursprünglich entstanden aus dem Wunsch der
Kolacny-Brüder – beides ausgebildete Pianisten –, in ihrer
Freizeit gemeinsam mit anderen Leuten Musik zu machen, sang
sich der Chor auf europäischen und internationalen
klassischen Chorfestivals bald von Auszeichnung zu
Auszeichnung. Als Scala & Kolacny Brothers im Jahr
2000 bei einem kanadischen Festival vor einem begeisterten
Publikum den Titel “Creep” von Radiohead sangen, versagte
die Jury dem Chor wegen dieser ungewöhnlichen Wahl den 1.
Platz.
Für
Steven und Stijn Kolacny stand nach diesem Erlebnis
fest, dass der ungewöhnliche Weg der richtige sein musste.
Und sie
sollten Recht behalten: Gleich die erste CD, “Scala on the
Rocks” wurde 2002 in Belgien mit Gold ausgezeichnet, mit dem
zweiten Album, “Dream On” ging der Chor auf seine erste
große Tournee. Auf die wachsende Popularität von Scala &
Kolacny Brothers im Nachbarland Frankreich folgte das
Album “Respire” mit Interpretationen französischer
Rocksongs. Nach dem Erfolg der Scala-Versionen von “Engel”
und “Schrei nach Liebe” veröffentlichten Scala & Kolacny
Brothers ihre erste rein deutschsprachige CD,
“Grenzenlos”. Mit ihren ungewöhnlichen Interpretationen von
Hits wie “Hungriges Herz” (Mia.) oder “Hier kommt Alex” (Die
Toten Hosen) sorgten Scala & Kolacny Brothers bei
deutschlandweiten Live-Auftritten für ausverkaufte Häuser.
Die erfolgreiche Bilanz sind insgesamt bisher 300.000
verkaufte Alben – Rekord für einen Chor.
Auf
ihrem sechsten Album versammeln Scala & Kolacny Brothers
nun erneut eine Auswahl von “Lieblingssongs”, von Björk,
Kylie Minogue und Damien Rice über Depeche Mode bis hin zu
The Cure. Und wieder beweisen Arrangements und Umsetzung den
unfehlbaren Instinkt von Steven und Stijn Kolacny für die
Schönheit der Scala-Stimmen und die Atmosphäre der Songs.
„Scala
kann man nicht in Worte fassen“, sagt Dirigent Stijn Kolacny
über sein erfolgreiches Projekt, das „einmal ein Hobby war
und jetzt der Mittelpunkt unseres privaten und beruflichen
Lebens“ ist. Und sein Bruder Steven pflichtet ihm bei: „Für
uns ist Scala eine eigene kleine Welt in der großen
Musikindustrie – die Welt von Scala.“
Es ist
eine schöne Welt.

Das
Tracklisting:
- Joga
(im Original von Björk)
-
Bitter End (im Original von Placebo)
-
Black Horse And The Cherry Tree (im
Original von KT Tunstall)
-
Fake Plastic Trees (im Original von
Radiohead)
-
I Believe In You (im Original von Kylie
Minogue)
-
The Blower’s Daughter (im Original von
Damien Rice)
-
One-Winged Angel (Steven Kolacny)
-
Somebody (im Original von Depeche Mode)
-
It’s All Over (Steven Kolacny)
-
Friday I’m In Love (im Original von The
Cure)
-
Colorblined (im Original von Counting
Crows)
-
If You Could Read My Mind (im Original
von Gordon Lightfoot)
-
The Beautiful People (im Original von
Marilyn Manson)
-
Our Last Fight (Steven Kolacny)
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